Gestern war ein recht hektischer Tag für Euro-Händler, nachdem durch die Herabsetzung des Kredit-Ratings für verschiedene EU-Staaten die Gemeinschaftswährung heftig in Bewegung geriet. Nach Bekanntgabe der besser als erwarteten ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland verzeichnete der EUR gegen Mitte des Handelstages eine kurzzeitige Aufwärtskorrektur. Heute warten Investoren gespannt auf Nachrichten von der Konferenz der Finanzminister der Eurozone. Händler dürfen mit erheblicher Volatilität rechnen, da erwartet wird, dass auf der Konferenz darüber entschieden wird, ob Griechenland die zweite Tranche aus dem EU Rettungsschirm erhalten wird, die dringend benötigt wird um Zahlungsverzug zu vermeiden.
Nachdem bekannt wurde, dass man sich in Griechenland auf die neuen Sparmaßnahmen geeinigt hat, die die Grundlage für die dringend benötigte zweite Tranche aus dem EU Rettungsschirm darstellen, verzeichnete der Euro gestern Aufwärtstendenz. Jedoch hielt der Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung zu Mitte des Tages inne, nachdem Zweifel aufgekommen waren, dass Griechenland in der Lage sein wird Zahlungsverzug zu vermeiden. Heute sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auf eine ganze Reihe von Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone und den USA richten. Insbesondere dürften die Daten der deutschen ZEW Konjunkturerwartungen und der US Einzelhandelsumsätze erhebliche Volatilität an den Märkten verursachen.
Zum Abschluss der vergangenen Woche verzeichnete der Eurokurs eine kräftige rückläufige Umkehr, nachdem er zuvor am Donnerstag auf ein Zwei-Monats-Hoch zum Dollar angestiegen war. Diese Abwärtskorrektur war auf neuerliche Befürchtungen zurückzuführen, dass Griechenland vielleicht doch nicht die dringlich benötigten Mittel aus dem EU Rettungsschirm erhalten könnte, die das Land benötigt, um Zahlungsverzug zu vermeiden. So werden die Nachrichten aus Griechenland diese Woche die Märkte voraussichtlich wieder beeinflussen. Händler sollten am Mittwoch besondere Aufmerksamkeit auf die Konferenz der Finanzminister der Eurozone legen. Jegliche Griechenland betreffende Bekanntgaben nach der Konferenz dürften erhebliche Volatilität an den Märkten verursachen.
Nachdem bekannt wurde, dass man sich in Griechenland auf ein Sparpaket geeinigt hat, was zu einem Anstieg der Risikofreudigkeit führte, verzeichnete der Euro am gestrigen Tag Aufwärtstendenz. Die EUR/USD-Paarung bewegte sich den größten Teil des Tages über oberhalb des Werts von 1,3300, nachdem sie zuvor bis auf 1,3220 abgesunken war. Heute sollten Händler weiterhin die Bekanntgaben aus der Eurozone im Auge behalten, da sie wahrscheinlich Hinweise darauf enthalten dürften in welche Richtung sich das Marktgeschehen entwickelt. Zusätzlich dürften die Berichte über die Handelsbilanzen aus den USA und aus Kanada Volatilität an den Märkten verursachen.
Die EUR/USD-Paarung handelte gestern größtenteils in einer engen Handelsspanne, da Investoren, im Vorfeld möglicher Nachrichten aus Griechenland, recht zögerlich waren neue Kauf-Positionen zu eröffnen. Heute dürfte es an den Märkten nicht so ruhig zugehen, da die Leitzinsentscheidungen und Pressekonferenzen für Großbritannien und die Eurozone erhebliche Volatilität verursachen werden. Sollten sich die Nachrichten als negativ erweisen, werden Investoren sich wahrscheinlich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwenden, was bewirken könnte, dass der Euro und das GBP in Abschwung geraten.
Die Schuldenkrise der Eurozone verstärkte gestern weiterhin die Risikovermeidung an den Märkten, als negative Wirtschaftsnachrichten die EUR/USD-Paarung kurzzeitig unter den Wert von 1,3100 sinken ließen. Das Paar erholte sich später beim europäischen Handel, nachdem bekannt wurde, dass griechische Führungskräfte letztlich begonnen haben die Einigung über einen Schuldenschnitt unter Dach und Fach zu bringen. Heute sollten Händler die Lage in der Eurozone weiterhin genau beobachten, insbesondere da es immer offensichtlicher erscheint, dass Portugal schon bald unter den EU Rettungsschirm schlüpfen muss, um zu vermeiden in Zahlungsverzug zu geraten.
Nachdem Griechenland erneut nicht in der Lage war sich mit seinen Gläubigern hinsichtlich einer Umstrukturierung seiner Schulden zu einigen, verhielt sich der Euro gestern größtenteils rückläufig. Kursverluste verzeichnete der Euro zu den meisten seiner Haupt-Währungsrivalen, einschließlich dem US Dollar, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund Sterling. Heute sollten Händler neben den Entwicklungen in der Eurozone auch auf die für 15:00 Uhr MGZ vorgesehene Rede des US Notenbankpräsidenten achten. Ein jegliches positives Statement könnte dazu beitragen, dass der USD seine jüngste Aufwärtstendenz ausweitet.
Nach erheblich besser als erwarteten US Arbeitsmarktberichtsdaten, die das Vertrauen in die Erholung der US Wirtschaft kräftig unterstützten, verzeichnete der USD am Freitag Kursgewinne auf ganzer Linie. Am wichtigsten war dabei wohl, dass sich die USD/JPY-Paarung von ihrem jüngsten Drei-Monats-Tief verabschiedete. Die Nachricht besänftigte auch Befürchtungen, dass die Bank of Japan schon bald an den Märkten intervenieren werde, um das Wachstum des Yen einzudämmen. In dieser Woche dürfte Griechenland wahrscheinlich wieder die Schlagzeilen bestimmen, da Investoren gespannt auf Nachrichten hinsichtlich einer möglichen Einigung über einen Schuldenschnitt warten. Wie auch immer geartete positive Entwicklungen dürften sich unterstützend auf riskantere Währungen, wie dem Euro und dem australischen Dollar auswirken.
Der heute veröffentlichte US Arbeitsmarktbericht (NFP), der weitgehend als wichtigster Wirtschaftsindikator auf dem Forex-Kalender erachtet wird, wird beim heutigen Handel für erhebliche Bewegung sorgen. Analysten gehen derzeit für die USA von rund 150.000 neuen Arbeitsplätzen im Januar aus. Sollte das tatsächliche Ergebnis unter den Erwartungen liegen, dürfte der USD zum Wochenschluss erneut unter Druck geraten.
Die USD/JPY-Paarung fiel gestern auf ein neues Drei-Monats-Tief, da schlechter als erwartete US Wirtschaftsnachrichten sich fortgesetzt auf die Paarung auswirken. Gerüchte machen sich breit, dass die Bank of Japan (BOJ) schon bald an den Devisenmärkten intervenieren dürfte, um den Kursanstieg des Yen einzudämmen. Heute sollten Händler wieder einmal besonders auf die US Wirtschaftsindikatoren achten. Insbesondere dürften die wöchentlichen Daten der US Neuanträge auf Arbeitslosenunterstützung und das Statement des US Notenbankpräsidenten Volatilität an den Märkten verursachen.