Der beste Freund des Menschen ist der Hund, und bekanntlich geht ja Liebe durch den Magen. Was läge somit näher, als die hündischen Vierbeiner zu verspachteln und auf diese Weise für immer im Herzen bzw. Magen zu behalten? Bevor die Hundefreunde unter euch empört aufheulen: Ich kann diese Gedankengänge wissenschaftlich untermauern. Denn: Hunde wurden ursprünglich nicht zum Schafe hüten oder Verbrecher jagen gezüchtet, sondern zum Verzehr.
Als "aufregend" stufte [ein Biologe] auch die Entdeckung ein, dass die ersten chinesischen Hunde nicht wie ihrer späteren Nachkommen in Europa als Hirten- oder Wachhunde eingesetzt wurden, sondern "wahrscheinlich in menschlichen Mägen endeten".
Empörend! Lassie & Co als Delikatesse? Meine vielen chinesischen Leser mögen nun mit den Schultern zucken und sich denken: "Na und? Morgen koche ich Wuffi-Gulasch. Was ist daran besonderes?"Allen anderen Lesern möchte ich eines zum Bedenken geben: In Zeiten der Wirtschaftskrise, Hunger, Elend und Solidarität mit Afrika, darf es keine Tabus geben wenn es darum geht, neue Nahrungsressourcen zu erschließen.
Schluss mit der fürchterlichen Fleischverschwendung, indem tote Hunde einfach weggeworfen oder im Swimming Pool des Nachbarn entsorgt werden. Ein Blick in meine Schnapsflasche verrät die Trends der Zukunft, auch jenen des Verspeisens von Hunden. Ich wage daher folgende Prognosen:
Bernhardiner tragen künftig kein Rumfass mehr um den Hals, sondern Messer und Gabel.
Bei Hundeschauen wird nicht der schönste, sondern der am appetitlichsten aussehende Hund gekürt.
Chihuahuas in Handtäschchen dienen als Snack für Zwischendurch.
Hundekuchen machen ihrem Namen endlich alle Ehre.
Köche in Chinarestaurants können endlich offen damit umgehen, welches Fleisch verwendet wird.
Streunende Hunde werden eingefangen und als Care-Pakete nach Afrika geschickt.
Tierheime müssen mangels Bewohner schließen.
Kinder beißen Rottweilern ins Gesicht, statt umgekehrt.
Dackel" löst Schokolade als beliebteste Eissorte ab.
In Asien gelten Hundepenise plötzlich als Potenzmittel.
Einbrecher nehmen den Wachhund mit und lassen den Fernseher stehen.
Jäger bemühen sich um keine Entschuldigung mehr, wenn sie Hunde abknallen.
Auf dem Hundehalsband wird die Fleischqualität vermerkt.
Katzen werden zum Aufspüren von Hunden verwendet.
Kommentare
Zu den größten Errungenschaften der Moderne zählt ein unbestechliches und vor allem gerechtes Justizsystem! Der Mittelalter-Grundsatz: "Auge um Auge, Zahn um Zahn" wurde glücklicherweise zu Gunsten einer moderaten Rechtssprechung abgeschafft, die die näheren Umstände jeder Tat genauer unter die Lupe nimmt.
Da hätten wir etwa den Fall eines Deutschen, dem vor einem Jahr eine 92-jährige dermaßen unglücklich vor die Karre geriet, dass er sie überfuhr. Die Frau starb kurze Zeit später an den Verletzungen. Das eigentliche Opfer ist aber der arme Fahrer:
In der Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht räumte der Angeklagte den Vorwurf der fahrlässigen Tötung ebenso ein, wie den einer Unfallflucht, die er zwei Wochen zuvor begangen hatte. Der junge Mann versicherte glaubhaft, dadurch, dass er den Tod eines Menschen verursacht hat, zur Besinnung gekommen zu sein und sich seitdem nicht mehr ans Steuer eines Pkw gesetzt zu haben.
Eine harte Lektion, aus der er gelernt hat: Mehr als einen Menschen sollte man nicht töten. Darunter kann der gesellschaftliche Ruf ganz schnell leiden! Doch als wäre das nicht Strafe genug, setzt das Gericht noch einen drauf: 2 Jahre Bewährung und
1.000 Euro an die Hinterbliebenen des Opfers zu zahlen und 200 Stunden unentgeltliche Arbeit in einem Altenheim zu leisten.
Wollen wir hoffen, dass er keine Insassen transportieren muss ...
Ebenfalls 2 Jahre bedingt fasste in der Schweiz ein Mann wegen Vergewaltigung aus. Außerdem muss er 12.000 Franken Schmerzensgeld an die 17-jährige Vergewaltigte bezahlen. Eine viel zu harte Strafe! Unverständlich ist mir, weshalb man nicht zu seinen Gunsten einräumte, dass er sie offensichtlich mit einer Prostituierten verwechselte:
Als die junge Frau seine 50 Franken für sexuelle Dienste ablehnte, drängte er sie in eine Kabine und vergewaltigte sie
Im Grunde handelte es sich also um ein klassisches Missverständnis. Außerdem ist der Mann vorbestraft - da sollte es eigentlich Strafrabatt geben, oder?
Man sieht: Die Justiz fasst Bürger, die ganz unglücklich in ein schiefes Licht gerückt werden, viel zu hart an.
Kommentare
Wann immer ich mir eine Vorstellung von der Unendlichkeit machen möchte, fällt mir das Finanzamt ein. Es war immer schon da und wird wohl bis in alle Ewigkeit bestehen. Letzte Nacht wachte ich schweißgebadet aus einem Alptraum auf: Ich stand vor der Himmelspforte, klopfte an, ein Sehschlitz wurde weggezogen und eine betont unfreundliche Stimme sagte: "Der Kollege ist auf Mittag. Kommen Sie in ein paar tausend Jahren wieder."
Ganz ähnlich verhält es sich mit der EU. Was sind schon Schwarze Löcher oder UFOs in Vergleich zum unergründlichen Mysterium der EU-Existenz? Um wie viel fremdartiger als ein EU-Beamter können Außerirdische schon sein? Welche physikalischen Unmöglichkeiten können in einem Schwarzen Loch stattfinden, die der Absurdität der EU auch nur im Entferntesten nahe kommen?
Da gibt es etwa eine EU-Kommissarin namens Meglena Kuneva, die sich Sorgen um das Gehör ihrer Untertanen macht. Das liest sich dann folgendermaßen:
MP3-Player lassen sich leicht so laut stellen, dass sie das Gehör schädigen [...] Es kann Jahre dauern, bis ein Gehörschaden auftritt, aber dann ist es einfach zu spät. Deshalb sollen die Normen kleine technische Veränderungen an den Geräten vorsehen, so dass der normale standardmäßige Gebrauch unbedenklich ist. Die Verbraucher können zwar die Standardeinstellung lauter machen, erhalten dann aber klare Warnhinweise, damit ihnen die Risiken bewusst werden.
Risiken, die uns Idioten bislang einfach nicht bewusst waren. Jahrzehntelang haben wir völlig unverantwortlich gehandelt, indem wir Radios oder Fernseher auf eine uns genehme Lautstärke eingestellt haben. Zwar sind aus den vergangenen Jahrzehnten keine epidemischen Ertaubungswellen in Folge zu lauter Musik bekannt geworden, doch Vorsicht ist ja besser als Nachsicht. Leider mahlen die Mühlen der Bürokratie auch in Brüssel nicht besonders rasch:
EU-Normen werden vom europäischen Normungsgremium CENELEC in einem Verfahren erarbeitet, an dem Wissenschaftler, die Industrie, Verbrauchervertreter und andere Stakeholder beteiligt sind. Dieses Verfahren kann bis zu 24 Monate dauern.
Glücklicherweise lassen uns Mama und Papa EU nicht im Regen stehen und geben uns nützliche Tipps, wie wir die 2 Jahre bis zur Laustärkenormierung ohne Ertaubung überstehen können:
Auch können sie natürlich die Lautstärke von Hand verringern [...]
Na, daran hätte auch schon früher jemand denken können! Die einfachsten Lösungen liegen oft so nahe, dass man sie glatt übersieht. Wer sich eingehender mit der tiefschürfenden Materie: "Besteht geringeres Risiko für Hörschäden, wenn ich die Musik auf meinem MP3-Player leiser stelle?" befassen möchte, findet auf der verlinkten Seite übrigens ein Gutachten dazu. 81 Seiten lang und in wunderschönem EU-Speak abgefasst, wie etwa:
For the purposes of this mandate noise has been defined as any unwanted sound.
Darauf ein Loriot-"Ach!" Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass ein höheres, unendlich weises Wesen uns an der Hand nimmt und sicher durchs Leben führt? Wurde die EU eigentlich schon als Religionsgemeinschaft anerkannt? Die ZEUgen Brüssels, gewissermaßen ...
Kommentare
Eigentlich stellt die Verhaftung von Roman Polanski meine persönliche Topmeldung des Tages dar, doch sei's drum. Widmen wir uns kurz dem gestrigen Wahltag. Natürlich stellt die Bundestagswahl in Deutschland die Landtagswahlen in Oberösterreich von der Gewichtung her weit in den Schatten. Dennoch zeigte sich ein Trend ganz eindeutig: Zumindest in Mitteleuropa haben die Sozialdemokraten momentan einen äußerst schweren Stand und werden von einer Wahlniederlage zur nächste durchgereicht. Woran liegt das? Welche Ursachen stecken dahinter?
In vielen Kommentaren - ob von der Presse oder von Internet-Usern - wird ungläubig darüber gestaunt, weshalb die Wähler gerade in "Krisenzeiten" den Sozialdemokraten in Scharen davonlaufen. Nicht wenige haben eine simple Erklärung dafür: "Die Leute sind einfach zu dämlich um zu erkennen, dass nur die Sozialdemokraten für Gerechtigkeit sorgen und den bösen Kapitalismus (oder "Neo-Liberalismus") bekämpfen können." Aus meiner Sicht ist das zu kurz gegriffen. Nachfolgend möchte ich kurz ausführen, welche Ursachen ich hinter den Wahldebakeln vermute:
Die "Roten" haben ihre Vormachtstellung im linken Spektrum verloren. Dies liegt natürlich zum einen daran, dass sie Konkurrenz bekommen haben. Neben den "Grünen" ist es in Deutschland die "Linke", die massiv an Stimmen hinzugewonnen hat - wohl größtenteils auf Kosten der SPD, die vielen ehemaligen Wählern nicht mehr links genug positioniert erscheint.
Sämtliche relevanten Parteien bedienen inzwischen die sozialdemokratische Klientel. Die klassischen Themen der Sozialdemokraten wurden längst von fast allen anderen Parteien assimiliert: Soziale Gerechtigkeit, staatliche Rundumversorgung, Umverteilung, Kampf um jeden Arbeitsplatz, etc. Gerade in diesen Punkten haben sich die Sozialdemokraten die Butter vom Brot nehmen lassen. Weshalb SPÖ wählen, wenn man bei der FPÖ nicht nur den Sozialstaat, sondern auch noch eine rigorose Asyl-Politik hinzubekommt? Oder die GrünInnen in weitaus stärkerem Maße für Umweltschutz eintreten?
Langjährige Regierungsverantwortung kann nicht ausgeblendet werdenIn Österreich sind die Sozialdemokraten seit 4 (!) Jahrzehnten - mit einer vierjährigen Ausnahme - ununterbrochen an der Regierung. Auch in Deutschland regierte einige Jahre lang Rot-Grün. Bekanntermaßen werden die Grundsteine gegenwärtiger Probleme in der Vergangenheit gelegt, so auch hier: Die massiven Probleme, Sorgen, Ängste weiter Teile der Bevölkerung sind nicht dem böswilligen Treiben der politischen Gegner zuzurechnen, sondern wurden mitverantwortet. In gewisser Weise sind die Wahlniederlagen auch eine Quittung für Versäumnisse der Vergangenheit, so ungerecht dies mitunter sein mag.
Es wird an den Wählern vorbei agiertUnbestreitbar ist die Migrationspolitik eine der größten Herausforderungen der Gegenwart und näheren Zukunft. Was die Sozialdemokraten betreiben, ist eine Scheuklappen-Politik: "Es ist alles in bester Ordnung und wer was anders behauptet ist ein Nazi."Eines der drängendsten Probleme der Gegenwart wird somit fast komplett den politischen Gegnern überlassen. Logisch, dass etwa die FPÖ sich des Themas höchst dankbar annimmt und es zu den eigenen Gunsten ausschlachtet. Mit Erfolg, Die FPÖ-Wähler als rechtsradikale Idioten zu beschimpfen, wie dies in linken Kreisen nicht unüblich scheint, ist eher wenig produktiv.
Ist die Sozialdemokratie am Ende, hat sie ausgedient? Nein - sie hat nur schlichtweg die Zeichen der Zeit nicht erkannt, die Nöte vieler Wähler völlig ignoriert und sich mit Pseudo-Problemen befasst, statt die tatsächlichen Aufgaben anzupacken. Gerade in Deutschland wird sie rasch zu einem neuen Höhenflug ansetzen, wenn die faulen Früchte der "Arbeit" der letzten Regierungen geerntet werden: Massive Abwanderung von Unternehmen, Steuererhöhungen, Migrationsprobleme, etc. Es wäre verwunderlich, sollte die CDU-FDP-Regierung die volle Legislaturperiode überstehen.Also, Genossen: Relaxen, Oppositionspolitik betreiben, genüsslich zurücklehnen und zusehen, wie Merkel & Co straucheln. Die Rechnung bezahlt wie üblich ohnehin der Wähler.
Kommentare
Garstige Aliens, ein riesiges Raumschiff, und doch kein typischer Science-Fiction-Streifen wie "Independence Day" . Neill Blomkamp inszeniert ein Plädoyer für Toleranz. Zur ausführlichen Filmkritik.
Kommentare
Mein erster Blick, wenn ich das vertraute Internet-Explorer-Symbol klicke (tut mir leid, liebe Firefoxianer, Safari-Exzentriker und alle 10 oder 11 Opera-User), fällt auf das Google-Logo, das stets unter einem bestimmten Motto steht. Ein Feature, für das ich Google sehr, sehr dankbar bin, denn ansonsten hätte ich doch glatt vergessen, dass heute die Bundestagswahl ansteht. Ein Ereignis, das viel zu wenig gewürdigt und vor allem beworben wird. Ein Skandal, der mich eine riesige Medienverschwörung wittern lässt: Die Illuminati, Freimaurer oder Jedi-Ritter kontrollieren die Massenmedien, welche über ein derart wichtiges Ereignis völlig schweigen. Kein Wunder, dass die Wahlbeteiligung von Jahr zu Jahr sinkt, wenn kaum jemand überhaupt von den Wahlen in Kenntnis gesetzt wird.
Doch nicht nur in der Provinz Germania werden die Statthalter von den freien Sklaven gewählt, auch Noricum macht von diesem demokratischen Recht Gebrauch. Das heißt: Oberösterreich ist heute aufgerufen zu entscheiden, dass Landeshauptmann Pühringer auch weiterhin die, nun ja, "Geschicke" des Bundeslands lenken soll. Und was spräche dagegen? Immerhin lässt uns der Vertreter der zumindest theoretisch konservativen ÖVP wissen, dass er "das Land liebt" Auf einem der wunderbarsten Wahlplakate aller Zeiten lässt unser Landes-Papst melancholisch seinen gütigen Blick über ein prächtiges Oberösterreich-Panorama schweifen. Eigentlich müsste der Slogan wohl heißen: "Weil er sein Land liebt", denn irgendwelche Untertanen, menschliche Ansiedlungen oder zivilisatorische Errungenschaften sind auf dem Sujet nicht zu erkennen.
Doch genügt dies, um ihm meine Stimme zu geben? Schließlich schläft die Konkurrenz nicht: SP-Vertreter Erich Haider wirbt mit einem Kind auf dem Arm. Das ist natürlich ein starkes Argument! Etwas kryptischer gibt sich das BZÖ, jene Partei, die vom "Rechtspopulisten" Jörg Haider gegründet worden war. Da heißt es auf dem Wahlplakat: "Weil sie weiß, was er wollte, wissen wir, was wir an ihr haben."Mit "er" ist der verstorbene Jörg Haider gemeint. Bedeutet das, Ursula Haubner empfängt Botschaften aus dem Jenseits? Manche Dinge will man gar nicht wissen.
Am Originellsten werben übrigens - tataa! - die Kommunisten. Simple Botschaften im Comicstil gehalten - gefällt mir eigentlich recht gut! Etwas beunruhigend finde ich die Farbgebung: Mit Kommunisten assoziiere ich eigentlich die Farbe Rot. Weshalb die abgebildeten Comicsujets deshalb in Brauntönen erstrahlen, erschließt sich mir nicht ganz und lässt eher an eine andere Partei denken, die den Einzug in die Parlamente seit Jahrzehnten nicht mehr geschafft hat.
Egal: Ich werde dann von meinem demokratischen Recht Gebrauch machen, mich zwischen Pest, Pest und Pest zu entscheiden! Denn eine Partei, die meine Interessen auch nur rudimentär tangiert, gibt es ohnehin nicht.
Abschließend noch meine Wahlprognose: Leichte Verluste für die VP, starke Verluste für die SP, ebenso starke Gewinne für die FP und leichte Zugewinne für die Öko-Spinner. Das BZÖ, die Kommunisten und die CSU werden keine Rolle spielen.Fix ist ohnehin eines: Gewinner werden sie alle sein.Und ebenso fix: Verlierer sind wir, das Steuervieh.
Â
Kommentare
Das Gefährliche an mancher (berechtigter) Kritik ist, dass sie als menschenverachtend ausgelegt werden kann. So auch in konkretem Fall, in welchem eine Politikerin einen geradezu surrealistischen Vorschlag zur Bekämpfung eines ernstzunehmenden Problems einbringt. Darf man darüber den Kopf schütteln, ohne als Unmensch zu gelten?
Eine französische Abgeordnete fordert, Werbefotos in Magazinen mit einem Warnhinweis versehen zu lassen, wenn diese retuschiert wurden. Dabei geht es nicht um Erektionsschutz der Glieder von Teenagern, sondern um den Kampf gegen die Magersucht von Mädchen und jungen Frauen - dass auch Männer magersüchtig sein können, wird natürlich wie üblich mit keiner Silbe erwähnt. Sind ja nur Männer und keine richtigen Menschen.
Viele Menschen hielte die mit Computerhilfe perfektionierten Werbebilder "für echt", begründete Boyer ihren Vorschlag. Sie könnten Mädchen und junge Frauen dazu bringen, Vorbildern aus der Mode- und Werbewelt nachzueifern. Deshalb müsse der Warnhinweis auch für Fotos auf Verpackungen oder in politischen Kampagnen gelten.
Was die "politischen Kampagnen" anbetrifft, bin ich auch für Warnhinweise: "Diese Selbstbeweihräucherung wurde von Ihrem Steuergeld bezahlt ... Haha!"Doch was ist von diesem Vorschlag wirklich zu halten? Er basiert im Wesentlichen auf der Vorstellung, der menschliche Geist sei eine simple Maschine: Man zeigt einen Film oder ein Bild, und schon mache es im Betrachter "Klick" und er reagiere auf eine ganz bestimmte Weise.
Gerade in Zusammenhang mit Amokläufen werden die ewig gleichen stupiden "Argumente" dargebracht, weshalb ein bestimmtes Computerspiel oder ein Horrorfilm der Auslöser für die Tat gewesen seien. Pseudo-Argumente, die ungemein einfach zu widerlegen sind: Wenn eine Million Leute Film X angucken und ein einziger Konsument ausflippt, kann daraus kaum ein unmittelbarer Zusammenhang hergestellt werden.
Nicht viel anders verhält es sich in diesem konkreten Fall: Millionen Leute lesen Magazine oder betrachten Werbesujets, auf denen die abgebildeten Models per Computer aufpoliert werden. Wenn nun manche Mädchen oder Frauen diesen Models nacheifern, ist bereits etwas ganz anders längst geschehen: Das Selbstvertrauen wurde, aus welchen Gründen auch immer, erheblich unterminiert. Ein unrealistisches Traumbild wird kreiert, dessen Erlangen das verlorene Selbstwertgefühl wiederherstellen soll, sobald das Ziel erreicht wird.
Niemand fasst beim Betrachten eines bestimmten Bildes mal eben so den Beschluss: "Hey, ich möchte auch eine Taille wie eine Suppennudel haben!"Hier kommen völlig andere psychische Prozesse zum Tragen, wie es auch etwa beim Suizid der Fall ist: Extreme Demütigungen, fehlende Akzeptanz, stetige Schuldzuweisungen, etc. explodieren in einem Akt der Selbstzerstörung. Mag dieser radikal sein, wie bei der Selbstentleibung, oder auf Raten, wie bei der Magersucht.
Was die betreffende Abgeordnete betreibt, ist natürlich reiner Populismus, der die Ursachen nicht aufgreift, aber medienwirksam die Runde macht. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde dies zwar absolut niemandem helfen, doch immerhin hat damit eine Politikerin wieder einmal ein "Zeichen gesetzt. Und darum geht es letzten Endes in der Politik: Irgendwas fordern, einbringen oder umsetzen, egal, ob es dem Wahlvieh dient oder nicht. Hauptsache, man hat etwas gemacht.Und sei es nur, das Leid vieler Menschen für die eigene Karriere ausgeschlachtet zu haben.
Kommentare
Bono Vox, Sänger der absurd überschätzten Lagerfeuerromantiker U2, und der ehemalige US-Witzepräsident Al Gore haben vor allem eines gemeinsam: Ihren unermüdlichen Kampf für die völlig wehrlose Umwelt sowie den Weltfrieden. Ihr Engagement wurde indes unterschiedlich bewertet: Während Al Gore, der das Kunststück fertigbrachte in einem Wahlkampf Antisympathieträger George Bush jun. zu unterliegen, 2007 den Friedensnobelpreis erhielt, muss sich Bono vermutlich noch eine Weile gedulden, bis auch er an der Reihe ist
Eine weitere Gemeinsamkeit ist ihr weidlich gepflegtes Pharisäertum. Al Gore etwa, der in Sorge um die klimagewandelte Natur vor Mitleid schneller schmilzt als das Packeis, besitzt eine Villa, deren Stromverbrauch logischerweise größer ist als, sagen wir, der eines rumänischen Straßenkindes. Außerdem liebt er das Reisen in Privatjets, anstatt mit dem Fahrrad zu enorm wichtigen Konferenzen zu pilgern. Und ich kann es ihm nicht nachsehen: Wer schon einmal Business Class in einem offensichtlich auf Hobbit-Größe ausgestatteten Flugzeug einen Atlantikflug genießen durfte, wird nie wieder einen Gedanken an den Spritverbrauch eines solchen Privatjets verschwenden und neidischen Auges zu Big Al schielen.
Mein Problem mit Menschen vom Schlage eines Al Gore besteht aber nicht darin, ihnen ihren Reichtum zu neiden oder sie dazu anzuhalten, gefälligst zu Fuß zu gehen, sich von Algen zu ernähren und Kröten einzeln über die Straße zu tragen. Es ist mir herzlich egal, ob Al Gore in seiner Villa höchstpersönlich Energiesparlampen installiert oder in jedem Raum mehrere hell beleuchtete Kronleuchter betreibt, zehn Ferraris in der Garage stehen hat oder seine Zeitung mit dem Privatjet holen lässt. Mein Problem mit Gore ist, dass er unsereins in die Lebensplanung hineinzupfuschen gedenkt. Es hat Al Gore & Co. exakt gar nichts zu kümmern, wie ich mein Leben gestalte: Ob mein "CO2-Fußabdruck" winzig oder gigantisch groß ist, sollte niemanden etwas angehen. Schon gar nicht jemanden, der zum Ausgleich für seine privaten Eskapaden Bäume pflanzen lasst. Lieber Al: Für einen Atlantikflug oder eine Spritztour mit einer Limousine Bäumchen zu pflanzen, ist an Absurdität nur schwer zu überbieten!
Und falls doch, dann bestenfalls von Bono Vox: Weltretter, Umweltschützer und selbsternannter Sprecher der Armen. Nehmen wir nur die jüngste Tour seiner Band U2 her:
The 18-month romp, featuring a 200-person crew and three 390-ton stages, will produce 65,000 tons of CO2—as much as a round-trip flight to Mars
In Ermangelung eines Mars-Fluges kann ich die getätigte Behauptung nicht überprüfen. Doch 65.000 Tonnen CO2-Ausstoß klingt auf jeden Fall ziemlich imposant! Da muss unsereins schon ziemlich oft um den Block für fahren ...
Wie erklärt nun Gitarrist "The Edge" diese leichte Unstimmigkeit mit den eigenen Weltrettungsambitionen?
“We’d love to have some alternative to big trucks bringing the stuff around but there just isn’t one,†The Edge explained, speaking to BBC 6 Music.
Doch, es gäbe eine Alternative: Esel, Kamele, Sklaven, ... Alternativen, aber bei weitem nicht so bequem und sicher wie der ach so umweltzerstörerische Automobilverkehr.
David Byrne, Quatschkopf der "Talking Heads", zeigte sich jedenfalls befremdet:
“It could be professional envy speaking here, but it sure looks like, well, overkill, and just a wee bit out of balance given all the starving people in Africa.â€
Und auch ich zeige mich befremdet: Wo besteht da ein Zusammenhang zwischen einer Musiktournee und hungernden Menschen in Afrika? Können diese sich von den hierfür aufgewendeten Trucks ernähren, oder was
Auch der Frontmann der vermutlich nur mir völlig unbekannten "Ginger Ninja’s" äußerte sich marginal kryptisch:
 “U2 is still working the old paradigm that says the way to function as a rock star is to play for as many people as possible in as many parts of the world as you can reach before you die. Is anyone’s music that important?â€
Nein, ist sie nicht. Wir Menschen könnten auch sehr gut ohne jegliche Musik leben. Oder ohne Softdrinks. Ohne Fußball, ohne Haustiere, ohne Fernseher, etc.
Aber weshalb sollten wir? Der wesentliche Unterschied zu unseren Vorfahren vor tausenden von Jahren besteht darin, dass wir heute leben, nicht einfach nur überleben wollen. Und es gibt eine Menge "unnützer" Dinge, die uns das Leben erleichtern oder zumindest verschönern. Da mögen mir Heuchler wie Al Gore noch tausendmal erklären, dass die hilflose alte Erde in ihren letzten Zügen liegt, weil ich Arschloch keine Energiesparlampen verwende: Ich habe mit meinen bescheidenen Mitteln wohl exakt dieselben Rechte wie Al Gore, mir ein Leben nach meinen Wünschen zu gestalten.
Da mögen die Eisbären noch so traurig gucken ...
Kommentare
Sonnenschutzfolien - Spiegelfolie, UV-Schutzfolie. Wir verfügen über 30 Jahre Erfahrung im Verlegen von Gebäudefolien sowie Kfz-Tönungsfolien. Diese Erfahrung versetzt uns in die Lage, auch an schwierigen Objekten, eine fachgerechte Beschichtung von Spiegelfolien und Sicherheitsfolien durchzuführen.
Blendschutzfolie findet Anwendung in Lager- und Produktionshallen, da bestimmte Anforderungen in der Produktion dies notwendig machen .In vielen Büros kommen Sonnenschutzfolien, als Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung zum Einsatz, was auch die Optik von großen Bürokomplexen in Innenstädten und Industriegebieten aufwertet.